Acrylfarbe
Acrylfarben sind wasserlösliche Kunststoffdispersionen von Polyacrylharzen, die zu einem wasserfesten Film austrocknen und sich daher gut für die Malerei eignen. Wie andere Farben auch bestehen sie aus einem Lösungsmittel (Wasser), Bindemittel (Kunstharz) und Pigmenten.
Acrylharzfarben werden in den USA seit den 1940ern und in Europa seit den 1960ern verwendet. Die erste verwendungsfertige Acrylfarbe wurde jedoch bereits 1930 in Deutschland unter dem Namen Plextol patentiert. 1946 etablierten sich Acrylfarben durch die Produktreihe Magna Plastic der New Yorker Firma Bocour Artists Colors. Heute finden Acrylfarben sowohl in der Industrie und dem Handwerk als auch als Malfarben im Hobbybereich Anwendung.
Acrylfarben können in der Regel mit den gleichen Maltechniken aufgetragen werden wie Wasserfarben oder Ölfarben. Selbst in dicken Schichten mit Malmessern aufgetragen trocknen sie rissfrei. Mit Wasser verdünnt können die Farben auch lasierend eingesetzt werden. Als Malgrund eignen sich alle fettfreien Materialien wie Leinwand, Holz oder Metall. Acrylfarben eignen sich auch als Untermalung für Ölfarben und können zudem mit einer Reihe von Zusätzen versehen werden, die Farbtonveränderungen oder Lichteffekte hervorrufen. Weitere anwenderfreundliche Eigenschaften sind die gute Wasserlöslichkeit vor der Trocknung (etwa beim Reinigen der Arbeitsgeräte oder Hände) sowie die praktische Geruchlosigkeit.
