Acrylglas
Acrylglas oder auch Plexiglas ist ein synthtisch hergestellter, glasähnlicher Kunststoff. Die chemisch korrekte Bezeichnung ist Polymethylmethacrylat (PMMA). Plexiglas ist im Übrigen ein Markenname, der 1933 in Deutschland angemeldet wurde und der derzeit von der Firma Evonik Industries gehalten wird. Acrylglas ist die herstellerunabhängige, allgemeine Bezeichnung für PMMA.
Entwickelt wurde Acrylglas 1928 parallel in Deutschland, Großbritannien und Spanien. Bereits in den dreißiger Jahren fand es Verwendung als Fensterersatz sowie bei der Herstellung einer Vielzahl von Gebrauchsgegenständen. Die ersten Kontaktlinsen aus Kunststoff von 1939 bestanden aus PMMA. Außerdem fand Acrylglas in der Medizin als Knochenzement Anwendung.
PMMA entsteht durch Polymerisation von monomerem Methacrylsäuremethylester, wobei die Temperatur, der Druck und die Dauer des Prozesses die Eigenschaften des Endproduktes verändern können. Generell ist Acrylglas aber elastisch, plastisch bei geringen Temperaturen formbar und gut einfärbbar. Trotzdem ist es witterungs- und alterungsbeständig und sehr resistent gegenüber Säuren, Laugen, Benzin und Öl.
Im künstlerischen Bereich spielt Acrylglas in vielen Bereichen eine wichtige Rolle. In der Architektur kommt es bei Verglasungen zum Einsatz. In der plastischen Kunst dient es als Werkstoff, in anderen Fällen als Bildträger oder generell als Präsentationsmaterial, da man Gegenstände relativ einfach und doch höchst beständig in Acrylglas einschließen kann. PMMA ist zudem Bestandteil von Fotolacken, die in der Photolithographie verwendet werden. Andere im weiteren Sinne künstlerische Anwendung findet Acrylglas bei Möbeln, Musikinstrumenten und Schmuck.
