Beize
Eine Beize dient prinzipiell zur Behandlung von festen Oberflächen zum Zwecke des Schutzes gegen Umwelteinflüsse, aber auch zur Verstärkung oder Veränderung der Farbe des Gegenstandes. Im kunstspezifischen Zusammenhang meint Beizen meist die Färbung von Holz oder Textilien durch Farbpigmente, die in flüssiger oder pulveriger Form mittels einer wasser- oder alkoholbasierten Lösung aufgetragen werden.
Die Beize zieht dabei tief in die Fasern ein und ist so wesentlich beständiger als oberflächlich aufgetragene Farbe. Die Maserung des Stoffes zeigt sich oft als Negativ und kann künstlerisch genutzt werden. Wichtig beim Beizen ist die vorherige Reinigung der Oberfläche durch Bürsten, da Unebenheiten und Schleifreste beim Beizen deutlich sichtbar werden. Durch abschließendes Auftragen einer Lasur sind weitere Farbeffekte möglich.
In speziellen Fällen bezeichnet Beize auch ein Öl zur beschleunigten Trocknung, welches beim Auftragen von Blattgold oder Silber im Kontext der mittelalterlichen Malerei verwendet wurde.
