Belichtung
Der Begriff Belichtung bezeichnet in der Regel das ästhetische Mittel, mithilfe von natürlichem Sonnenlicht gezielte optische Effekte zu erzielen. Die Belichtung ist von der Beleuchtung zu unterscheiden, die mit künstlichen Lichtquellen arbeitet. Der Begriff hat je nach Kunstgattung und Kontext aber teils sehr divergierende Bedeutungen.
In der Architektur bedeutet Belichtung die Ausleuchtung eines Raumes mit natürlichem Sonnenlicht im Unterschied zur Beleuchtung mit künstlichem Licht. Die Belichtung von Gebäuden erfolgt durch das Einbauen von Fenstern, Oberlichtern oder anderweitigen Glaskonstruktionen wie etwa Lichthöfen in größeren Gebäudekomplexen. In der Gotik erlangte die zielgerichtete Belichtung (Lichtführung) als raumgestalterisches Mittel Bedeutung. Neben dem optischen und praktischen Effekt von Belichtung spielen heute auch Überlegungen zur effizienten Energienutzung eine Rolle.
Analog dazu spielt die Belichtung in der Malerei eine wichtige Rolle in der Präsentation der Werke und kann mit entsprechenden architektonischen Vorgaben kombiniert werden, etwa durch gezielte Lichtleitung in Galerien und Museen.
In der Fotografie bezeichnet Belichtung die letztliche Bilderstellung, indem das lichtempfindliche Element der Kamera für eine gewisse Zeit dem Licht ausgesetzt wird. Die Belichtung eines Fotos hängt von der Filmempfindlichkeit, der Blendgröße in den Objektiven und der Dauer der Lichtaussetzung ab. Sie kann mithilfe von Belichtungsmessern gemessen werden. Aus künstlerischer Sicht kann gezielte Belichtung beispielsweise für das Herausstellen eines Motivteils benutzt werden, indem etwa ein Objekt gezielt unter- oder überbelichtet wird. Ähnlich bedeutet Belichtung im Druckwesen einen Prozess zur Bilderstellung durch die Bearbeitung der Rasterdaten mit Laser- oder UV-Licht.
