Bitumen
Bitumen (lat.: Erdpech) ist ein Gemisch aus verschiedenen organischen Stoffen, das sowohl in der Natur vorkommt als auch aus Erdöl zu destillieren ist. In natürlicher Form ist es Hauptbestandteil des Naturasphalts. Es ist elastisch, abdichtend und klebrig, absolut wasserunlöslich, aber nicht flüchtig und leicht durch Lösungsmittel löslich. Es ist vor allem in der Bauindustrie als Mittel zum Schutz vor Feuchtigkeit zu finden. Bitumen besteht aus hochmolekularen Kohlenwasserstoffen sowie geringen Anteilen von Schwefel, Sauerstoff, Stickstoff und Metallen. Es ist thermoplastisch, das heißt, seine Viskosität hängt von der Umgebungstemperatur ab.
Nicht zuletzt diese Eigenschaft macht Bitumen auch für die Malerei interessant. Je nach Erwärmungsgrad kann das Bitumen dort zähflüssig bis gänzlich flüssig aufgetragen werden und ist somit als Gestaltungsmittel sehr flexibel. Oft werden auch Bitumenemulsionen unter Zusatz von Wasser verwendet.
Bereits in der Antike wurde Bitumen neben der funktionellen Verwendung für künstlerische Zwecke benutzt, etwa für die Augengestaltung bei Statuen. Heute wird Bitumen von einigen Künstlern in der Malerei auf Leinwand eingesetzt.
