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Bleichen

Bleichen bezeichnet prinzipiell das optische Aufhellen von Stoffen durch natürliche oder chemische Prozesse. Es wird vor allem aus ästhetischen Gründen bei der Herstellung von Gebrauchsgütern oder gegen die Vergilbung von Materialien eingesetzt.

In vorindustrieller Zeit wurden vor allem Textilien mit Hilfe von Sonnenlicht ausgeblichen. Zusätzliche Behandlungen mit Säuren und Asche spielten dabei eine katalysatorische Rolle. Der Bleicher bildete dabeí sogar einen eigenen Zunftberuf. Heute werden in vielen Industriezweigen oxidative und reduktive chemische Bleichen für Textilien, Oberflächenreinigung und Kosmetik eingesetzt.

In der Kunst spielt Bleichen vor allem bezüglich der Aufhellung von Malölen eine Rolle. Dabei wurde versucht, den gelben Samenhüllenfarbstoff durch Sonnenlicht oder durch Bleicherden zu eliminieren. Bleicherden sind Hydrosilicate wie etwa Kaolin (auch Porzellanerde), die durch ihre Struktur gut Farbstoffe aufnehmen können. Sie finden auch in der Porzellanherstellung und der Lebensmittelindustrie Verwendung.

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