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Fries

Ein Fries bezeichnet in der Architektur einen waagerechten Zierstreifen mit sich wiederholenden Ornamenten, der in der Regel als Abgrenzung und Schmuck einer Wand dient. Der Unterschied zum herkömmlichen Gesims liegt hier in der außerordentlichen Schmuckfunktion sowie in der seriellen Anordnung der dargestellten Formen und Figuren.

Friese existieren auch in der Plastik - etwa als Verzierung an Sarkophagen - oder zweidimensional in der Malerei, als Mosaiken oder auf antiken Vasen. In der Baukunst kann ein Fries sowohl glatt und gemalt als auch plastisch aus Bauteilen gefertigt oder in das Bauwerk hineingemeißelt sein. Altertumswissenschaftlich bezeichnet ein Fries auch ein reliefhaftes Bauglied wie zum Beispiel das bekannte "Gigantenfries" am Pergamonaltar. Die einzelnen Friesarten können je nach Epoche hinsichtlich ihrer Darstellungsform und den vorherrschenden Ornamenten unterschieden werden. In der Antike schmückten Friese meist Tempel und befanden sich unterhalb des Kranzgesimses. Weit verbreitet waren abstrakte orthogonale Ornamente wie der "Mäander" oder das an Palmenkränze erinnernde "Palmettenfries". Eines der bekanntesten Friesmotive ist das Bogenfries (oft auch Rundbogenfries), das sich bereits in der byzantinischen Baukunst fand und sich durch die Völkerwanderung in Europa verbreitete.

In der Romanik wurden stark vereinfachte Strukturen bei Friesen verwendet, wie etwa Rauten, Schachbrettmuster oder Variationen von Kreisen und Kugeln. Die Gotik wiederum folgte auch mit ihren Friesen der Spitzbogenform und kannte zudem Maßwerksfriesen mit Laub- und Blattmotiven.
Friese wurden in den nachfolgenden Epochen immer wieder variiert und verwendet, so etwa in der Renaissance, dem Barock und dem Klassizismus. In Deutschland finden sich Friesen noch an Gebäuden der Gründerzeit und im Jugendstil. Erst mit dem Beginn der modernen Architektur verloren Friese an Bedeutung.

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