Lithographie
Der Begriff Lithographie bezeichnet das älteste Flachdruckverfahren, damit ist der Steindruck beziehungsweise die Steindrucktechnik im Allgemeinen, gemeint. Der Name Lithographie leitet sich von dem Material Kalkstein („lithos“ = Stein) ab, der für die Druckplatte verwendet wird.
Beim so genannten Lithographieren wird eine Kalksteinplatte mit glatter, geschliffener Oberfläche mittels einer fetthaltigen Lithokreide- oder tusche bezeichnet. Für den Vorgang verwendet man zumeist Pinsel und Federn als Hilfsmittel, da sich durch diese Werkzeuge Linien, Strukturen und Hell-Dunkelabstufungen besser gestalten lassen. Ist die Zeichnung fertig gestellt, streicht man die Steinplatte mit einer sauren Lösung ein. Diese sorgt dafür, dass die Stellen, auf denen nicht gezeichnet wurde, das Fett abstoßen. Durch das im Fachjargon als „Beizen“ bezeichnete Verfahren nimmt der Stein dort außerdem leichter Wasser auf.
Die Platte ist nun druckbereit und kommt in die Steindruckmaschine, eine spezielle Lithographie-Druckpresse, wo sie mit Wasser befeuchtet wird. Die fetthaltige Kreide stößt das Wasser an den gezeichneten Stellen ab, während an den übrigen, zeichnungsfreien Flächen Feuchtigkeit aufgenommen wird. Nun kann der Künstler die Druckfarbe mit einer Walze auftragen, die nur von der Wasser abweisenden Zeichnung absorbiert wird. Zum Schluss wird der eigentliche Druck auf ein vorbereitetes Papier zwischen Platte und Drucktiegel ausgeführt, bei dem die Farbe auf den Bedruckstoff übertragen wird.
Die Lithographie wurde ursprünglich gegen Ende des 18. Jahrhunderts von dem österreichisch-deutschen Schauspieler und Theaterschriftsteller Alois Senefelder entdeckt. Als einziges Druckverfahren konnte man mit dieser Technik farbige Drucke in größeren Auflagen vervielfachen. Heutzutage wird der Steindruck noch im künstlerischen Bereich angewandt.
istischen Schriften. Auch die persische und arabische Kalligraphie sind als schriftliche Darstellungsart zu nennen.
