Obsidian
Obsidian ist ein vulkanisches Gesteinsglas, das auf natürliche Weise durch eine schnelle Abkühlung von Lava entsteht. Im Gegensatz zum Bimsstein sind beim Abkühlungsprozess von Obsidian wenig flüchtige Nebenstoffe vorhanden, weswegen es weitaus stabiler und härter ist. Wegen der schnellen Abkühlung hat es eine unregelmäßige und amorphe Struktur und ist wie alle Glassorten metastabil, weil es mit der Zeit entglast und kristalliert. Obsidiane sind aufgrund von Mineraleinschlüssen dunkelgrün bis schwarz, seltener braun oder rötlich.
Obsidiane kommen in ganz Europa, Vorderasien und Nordamerika vor. In der Steinzeit benutzten die Menschen sie wegen ihrer Härte und scharfen Bruchkanten als Werkzeuge und Waffen. In der Antike wurden die Steine dann auch poliert und als Schmuck oder sogar Spiegel genutzt. Heute sind Obsidiane fast nur noch als Kunst- oder Schmucksteine zu finden und haben vor allem in der Esoterik eine gewisse Bedeutung. Vor allem bestimmte Variationen sind sehr beliebt. Der Schneeflockenobsidian etwa zeichnet sich durch strukturelle Mineraleinschlüsse aus und bekommt so sein namensgebendes Aussehen. Die "Apachenträne" ist hingegen ein sehr dunkler und durch Erosion gerundeter Obsidian.
